Testbericht: Amazfit GTR 4
Der Amazfit GTR 4 stellt die vielleicht überzeugendste Frage im Smartwatch-Segment unter 200 Euro: Warum mehr bezahlen, wenn 14 Tage Akku, Dual-Band-GPS und ein brillantes AMOLED-Display für unter 120 Euro erhältlich sind? Nach mehrwöchigem Alltagstest ist die Antwort eindeutig: Für viele Nutzer ist es schlicht nicht nötig.
Akkulaufzeit — der entscheidende Vorteil
14 Tage Akkulaufzeit im Normalbetrieb — das ist das Argument, das alle anderen Smartwatches in dieser Preisklasse in den Schatten stellt. Samsung und Fitbit verlangen tägliches Laden; der Amazfit GTR 4 übersteht zwei Wochen komfortabel, selbst mit aktivem GPS-Tracking. Wer viel reist oder einfach nicht täglich an die Ladestation denken möchte, findet hier die beste Lösung.
Dual-Band GPS für präzises Tracking
Der GTR 4 nutzt Dual-Band-GPS (L1 + L5), das in der Regel deutlich präzisere Positionsdaten liefert als herkömmliche GPS-Chips. Besonders in Städten mit hohen Gebäuden oder in Wäldern zeigt sich dieser Unterschied — die Streckentreue ist messbar besser als bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen.
AMOLED-Display und Sportmodi
Das 1,43-Zoll-AMOLED-Display leuchtet brillant und ist auch bei Sonnenlicht gut ablesbar. Mit über 150 Sportmodi deckt der GTR 4 nahezu jede denkbare Aktivität ab — von Laufen und Radfahren über Schwimmen bis hin zu Klettern und Golfen.
Einschränkungen
Die Zepp-App ist funktional, aber nicht so ausgereift wie Samsung Health oder die Garmin Connect-App. Alexa-Sprachsteuerung ist in Deutschland nicht verfügbar. EKG fehlt — wer diese Funktion benötigt, muss zur Samsung Galaxy Watch FE greifen.
Fazit
Für Nutzer, die maximale Akkulaufzeit und präzises GPS-Tracking zu einem fairen Preis suchen, ist der Amazfit GTR 4 die beste Wahl im gesamten Segment unter 200 Euro.